
Bereit für Verantwortung
Menschlichkeit als oberstes Gesetz: 190 Sanitätsoffiziersanwärter des Sanitätslehrregiments „Niederbayern“ legen feierliches Gelöbnis ab
Ein beeindruckendes Bild war am Donnerstag bei Kaiserwetter und strahlend weiß-blauem Himmel auf dem Sportgelände in Rain geboten: Unter den feierlichen Klängen des Heeresmusikkorps Ulm traten 190 Sanitätsoffiziersanwärterinnen und -anwärter des Sanitätslehrregiments „Niederbayern“ zu ihrem feierlichen Gelöbnis an. Das öffentliche Bekenntnis, Recht und Freiheit tapfer zu verteidigen, zog nicht nur politische und militärische Prominenz sowie Vertreter von Polizei, Justiz und Bürgermeistern an, sondern wurde auch von einem großen Kreis der Bevölkerung und Fahnenabordnungen der Krieger- und Soldatemkameradschaften
begleitet. Nach dem feierlichen Einmarsch der Ehrenformation mit der Truppenfahne unter Führung von Hauptmann Thiel folgte das Abschreiten der Front. Die Regimentskommandeurin, Oberstarzt Melanie Heyde, wurde dabei von der gastgebenden Bürgermeisterin Anita Bogner sowie dem Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm, zum Bayerischen Präsentiermarsch begleitet.
Ernsthafte Töne und klare Kante für die Demokratie
In ihrer Begrüßungsansprache fand Kommandeurin Oberstarzt Melanie Heyde deutliche Worte zur aktuellen Lage im Land. Sie sprach gesellschaftliche Umbrüche, die
Verunsicherung durch jüngste Wahlergebnisse und den rauen, oft respektlosen Ton in den sozialen Netzwerken an. „Unsere Demokratie lebt vom Meinungsaustausch, lebt von kritischen, aber im Kern auch konstruktiven Auseinandersetzungen. Und sie braucht ein Miteinander, den Willen aufeinander zuzugehen“, betonte Heyde. Für die Soldatinnen und Soldaten sei dies Teil der DNA. Sie verwies auf den Regimentsleitspruch „Humanitas suprema lex – die Menschlichkeit ist das oberste Gesetz“. Dieser zeige,
dass die Truppe fest in den gesellschaftlichen Werten verankert sei.
Frieden ist fragil und eine starke Bundeswehr nötig
Bürgermeisterin Anita Bogner hieß die Truppe im Namen der Patengemeinde Rain willkommen. Sie erinnerte die Rekruten an das Versprechen,
das sie gegenüber der Bundesrepublik abgeben: „Dieses Versprechen verlangt von Ihnen nicht nur den Einsatz für unser Land, sondern auch für die Werte, die unsere Gesellschaft prägen.“ Zugleich stellte sie klar, dass auch Staat und Gesellschaft die Pflicht haben, für das Wohl und die Sicherheit der Soldaten einzustehen. In einer geopolitisch angespannten Zeit sei der Frieden fragiler denn je, die parlamentarische Demokratie
brauche eine starke Bundeswehr. Die zentrale Gelöbnisrede hielt Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm. Er bezeichnete die Entscheidung
der jungen Rekruten, im Ernstfall sogar ihr Leben für die Verfassung einzusetzen, als „mutig und groß“. Der anhaltende russische Angriffskrieg gegen die Ukraine habe das Fundament der europäischen Friedensordnung zertrümmert.
„Wir müssen wieder wehrhaft sein, wieder verteidigungsfähig werden!“, forderte der Generalstabsarzt. Dies betreffe Material, vor allem aber auch innere Einstellung. Für die angehenden Sanitätsoffiziere bedeute dies die Herausforderung, medizinische Fachkompetenz mit militärischer Führung und Charakter zu verbinden. Einen ganz persönlichen Einblick in die dreimonatige Grundausbildung gab der Obergefreite Timpe in
seiner Rekrutenrede. Er berichtete vom gemeinsamen Leiden im heißen Biwak des Gäubodens, aber auch von den wertvollen medizinischen
Einblicken. Seine Kernbotschaft war die gelebte Praxis: „Kein Mensch schafft es, drei Verwundete auf einmal mehrere Kilometer zu
transportieren. Das funktioniert nur mit Kameradschaft.“ Er schloss mit einem Dank an die Ausbilder der Kompanie sowie an die Familien
und Freunde für deren Rückhalt.
Diensteid an der abgesenkten Fahne
Nach dem feierlichen Choral „Bayerisches Militärgebet“ kam es zum emotionalen Höhepunkt des Tages. Während sich die geladenen
Gäste und Angehörigen von ihren Plätzen erhoben, traten die Gelöbnisabordnungen an die abgesenkteTruppenfahne. Gleichmäßig und
kraftvoll hallte der gesprochene Diensteid über den Appellplatz. Es folgten die Bayernhymne und diedeutsche Nationalhymne. Kommandeurin
Heyde stellte im Anschluss formell die Ablegung des Eides fest, welcher mit einem Handschlag besiegelt wurde.
Mit dem traditionellen Taxis- Marsch und dem anschließenden Ausmarsch der Ehrenformation endete der offizielle Appell. Während
die Familien die einmalige Gelegenheit nutzten, Erinnerungsfotos der Formation aus nächster Nähe zu machen, verlagerte sich der festliche
Tag für die geladenen Gäste und die Rekrutenabordnung zum feierlichen Empfang in das Ristorante Pizzeria Valentino im Rainer Keller.



Bereit für Verantwortung
Menschlichkeit als oberstes Gesetz: 190 Sanitätsoffiziersanwärter des Sanitätslehrregiments „Niederbayern“ legen feierliches Gelöbnis ab
Ein beeindruckendes Bild war am Donnerstag bei Kaiserwetter und strahlend weiß-blauem Himmel auf dem Sportgelände in Rain geboten: Unter den feierlichen Klängen des Heeresmusikkorps Ulm traten 190 Sanitätsoffiziersanwärterinnen und -anwärter des Sanitätslehrregiments „Niederbayern“ zu ihrem feierlichen Gelöbnis an. Das öffentliche Bekenntnis, Recht und Freiheit tapfer zu verteidigen, zog nicht nur politische und militärische Prominenz sowie Vertreter von Polizei, Justiz und Bürgermeistern an, sondern wurde auch von einem großen Kreis der Bevölkerung und Fahnenabordnungen der Krieger- und Soldatemkameradschaften
begleitet. Nach dem feierlichen Einmarsch der Ehrenformation mit der Truppenfahne unter Führung von Hauptmann Thiel folgte das Abschreiten der Front. Die Regimentskommandeurin, Oberstarzt Melanie Heyde, wurde dabei von der gastgebenden Bürgermeisterin Anita Bogner sowie dem Kommandeur der Sanitätsakademie der Bundeswehr, Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm, zum Bayerischen Präsentiermarsch begleitet.
Ernsthafte Töne und klare Kante für die Demokratie
In ihrer Begrüßungsansprache fand Kommandeurin Oberstarzt Melanie Heyde deutliche Worte zur aktuellen Lage im Land. Sie sprach gesellschaftliche Umbrüche, die
Verunsicherung durch jüngste Wahlergebnisse und den rauen, oft respektlosen Ton in den sozialen Netzwerken an. „Unsere Demokratie lebt vom Meinungsaustausch, lebt von kritischen, aber im Kern auch konstruktiven Auseinandersetzungen. Und sie braucht ein Miteinander, den Willen aufeinander zuzugehen“, betonte Heyde. Für die Soldatinnen und Soldaten sei dies Teil der DNA. Sie verwies auf den Regimentsleitspruch „Humanitas suprema lex – die Menschlichkeit ist das oberste Gesetz“. Dieser zeige,
dass die Truppe fest in den gesellschaftlichen Werten verankert sei.
Frieden ist fragil und eine starke Bundeswehr nötig
Bürgermeisterin Anita Bogner hieß die Truppe im Namen der Patengemeinde Rain willkommen. Sie erinnerte die Rekruten an das Versprechen,
das sie gegenüber der Bundesrepublik abgeben: „Dieses Versprechen verlangt von Ihnen nicht nur den Einsatz für unser Land, sondern auch für die Werte, die unsere Gesellschaft prägen.“ Zugleich stellte sie klar, dass auch Staat und Gesellschaft die Pflicht haben, für das Wohl und die Sicherheit der Soldaten einzustehen. In einer geopolitisch angespannten Zeit sei der Frieden fragiler denn je, die parlamentarische Demokratie
brauche eine starke Bundeswehr. Die zentrale Gelöbnisrede hielt Generalstabsarzt Dr. Hans-Ulrich Holtherm. Er bezeichnete die Entscheidung
der jungen Rekruten, im Ernstfall sogar ihr Leben für die Verfassung einzusetzen, als „mutig und groß“. Der anhaltende russische Angriffskrieg gegen die Ukraine habe das Fundament der europäischen Friedensordnung zertrümmert.
„Wir müssen wieder wehrhaft sein, wieder verteidigungsfähig werden!“, forderte der Generalstabsarzt. Dies betreffe Material, vor allem aber auch innere Einstellung. Für die angehenden Sanitätsoffiziere bedeute dies die Herausforderung, medizinische Fachkompetenz mit militärischer Führung und Charakter zu verbinden. Einen ganz persönlichen Einblick in die dreimonatige Grundausbildung gab der Obergefreite Timpe in
seiner Rekrutenrede. Er berichtete vom gemeinsamen Leiden im heißen Biwak des Gäubodens, aber auch von den wertvollen medizinischen
Einblicken. Seine Kernbotschaft war die gelebte Praxis: „Kein Mensch schafft es, drei Verwundete auf einmal mehrere Kilometer zu
transportieren. Das funktioniert nur mit Kameradschaft.“ Er schloss mit einem Dank an die Ausbilder der Kompanie sowie an die Familien
und Freunde für deren Rückhalt.
Diensteid an der abgesenkten Fahne
Nach dem feierlichen Choral „Bayerisches Militärgebet“ kam es zum emotionalen Höhepunkt des Tages. Während sich die geladenen
Gäste und Angehörigen von ihren Plätzen erhoben, traten die Gelöbnisabordnungen an die abgesenkteTruppenfahne. Gleichmäßig und
kraftvoll hallte der gesprochene Diensteid über den Appellplatz. Es folgten die Bayernhymne und diedeutsche Nationalhymne. Kommandeurin
Heyde stellte im Anschluss formell die Ablegung des Eides fest, welcher mit einem Handschlag besiegelt wurde.
Mit dem traditionellen Taxis- Marsch und dem anschließenden Ausmarsch der Ehrenformation endete der offizielle Appell. Während
die Familien die einmalige Gelegenheit nutzten, Erinnerungsfotos der Formation aus nächster Nähe zu machen, verlagerte sich der festliche
Tag für die geladenen Gäste und die Rekrutenabordnung zum feierlichen Empfang in das Ristorante Pizzeria Valentino im Rainer Keller.

