
Historie der Gemeinde Atting
Im Jahr 1934 wurde in einer Lehmgrube der Ziegelei Sebastian Fuchs in Atting mehrere Zylinderhalsurnen, einfache Urnen sowie Teller und Schalen gefunden. Sie waren alle feinverziert.
Dieses in Atting aufgefundene frühbronzezeitliche Vorratsgefäß ist im Straubinger Gäubodenmuseum ausgestellt. (die "Attinger Ware"). Das ca. 60 cm hohe Wirtschaftsgefäß hat ein Alter von knapp 3800 Jahren. Es ist mit fünf Osenhenkeln zum Aufhängen versehen und verziert mit zwei schönen Tupfenleisten.
Desgleichen wurde in Atting Hüttenlehm, zum Teil weiß überzogen, gefunden, der der Urnenfelderzeit (1200 - 700 v. Chr.) zugeordnet wird. Dieser Hüttenlehm ist der Beweis für eine Siedlung in Atting vor rund 3000 Jahren.
Die erste urkundliche Nennung des Ortes Atting finden wir in den Traditionen (Güterschenkungen) des Hochstifts Regensburg und des Klosters St. Emmeram in Regensburg im Jahre 847. In Übersetzung heißt die lateinisch geschriebene Urkunde: Eine überaus nützliche Gewohnheit hatte sich einst unter den Menschen eingebürgert, Teile von Besitzungen zum Nutzen beider Seiten zu vertauschen.
Deshalb übergab ein gewisser Adeliger mit Namen Perehardus an den hl. Apostel Petrus und an den hl. Märtyrer Emmeram eine Mühle zu Atting in die Hand des verehrungswürdigen Bischofes Erchanfrid und seines Vogtes Odalpert.
Der Ortsname Atting der in den Urkunden bezeugte Ortsname "atinga" ist ein echter "ing" - Ort und enthältm den Personennamen Ato, ein zu dieser Zeit beliebter Vorname. Er wird in den Traditionen (Schenkungen) gleich 17 mal angeführt.
Atting ist eine Stadtrandgemeine mit einer Fläche von 15 km² und ca. 1.700 Einwohnern, 7 km westlich von Straubing an der B8 Richtung Regensburg gelegen. Zu der Gemeinde Atting gehören die Ortschaften Atting, Rinkam, Einhausen, Bruckmühle, Wallmühle und der Flugplatz (Straubing) Atting - Wallmühle.
Seit 1986 verfügt die Gemeinde Atting über eine mechanisch - biologische Kläranlage. Die Kläranlage wird von den Gemeinden Atting und Rain genutzt.
Die Gemeinde Atting ist Mitglied der Verwaltungsgemeinschaft Rain und des Schulverbandes Rain.
Wappenbeschreibung
"In rot ein silberner Schrägwellenbalken, oben begleitet von einer goldenen heraldischen Lilie, unten von einem goldenen Mühlstein."
Der Inhalt ist wie folgt zu begründen: Im Gemeindegebiet waren als Grundherren überwiegend Regensburger Klöster sowie das Hochstift Regensburg von Bedeutung. Diese historischen Beziehungen zu Regensburg werden durch die Übernahme des Regensburgers Bistumswappens (in rot ein silberner Schrägbalken) deutlich gemacht. Um die Lage der Gemeinde an der Kleinen Laaber heraldisch anzusprechen, wurde der Schrägbalken in einen Schrägwellenbalken abgewandelt. Die Mühlen an der Kleinen Laaber, die früher eine bedeutende Rolle spielten, werden durch einen goldenen Mühlstein symbolisiert. Der namengebundene Ort Atting tritt durch sein Kirchenpatrozinium - Maria Himmelfahrt - im Wappen in Erscheinung (heraldische Lilie als Mariensymbol).